Von Deep Learning bis Quantum Computing: Das außergewöhnliche Erbe des Joseph Fourier

 

Große Wissenschaftlicher können den Lauf der Geschichte, unser Verständnis für die Vergangenheit und unsere Sicht auf die gesamte Welt in eine ganz neue Richtung lenken. Der verstorbene Stephen Hawking sagte einmal “Scientists have become the bearers of the torch of discovery in our quest for knowledge.” – Wissenschaftler sind zu den Fackelträgern der Entdeckung auf der Suche nach Erkenntnis geworden.

Joseph Fourier hatte erheblichen Einfluss auf die moderne Wissenschaft und Technologie

 

Einer von ihnen war Joseph Fourier, dessen Geburtstag sich vergangene Woche zum 250. Mal jährte. Er war einer der größten Mathematiker und Physiker der Welt, er hat die moderne Wissenschaft entscheidend beeinflusst und legte die Basis für die Forschung vieler Generationen.

 

Joseph Fourier ist berühmt für die Entdeckung des Gesetzes zur Wärmeleitung, das er anhand der heute noch so bezeichneten „Fourier-Reihen“ abbildete. Seine Entdeckungen sind universell gültig: Sie liegen Funk- und Sprachsignalen zugrunde und bilden heute die Grundlage von Hochleistungs-Computeralgorithmen wie FFT (Fast Fourier Transform). Diese Algorithmen ermöglichen insbesondere die Komprimierung von Bildern (z. B. das JPEG-Format), die Multiplikation sehr großer ganzer Zahlen und erleichtern die Spracherkennung. FFT kommt auch beim Deep Learning zum Einsatz, insbesondere bei den von Sehrinden von Tieren inspirierten Convolutional Neural Networks, die bei der Videoerkennung und der Verarbeitung natürlicher Sprache verwendet werden.

 

Fouriers Entdeckungen zentraler Bestandteil des Qantum Computings

 

Fouriers universelle Entdeckungen sind außerdem zeitlos: Sie sind ein zentrales Prinzip für Quantencomputer, bei denen die Kombination „Position/Bewegung“ die bei herkömmlichen Computern geltende Kombination „Zeit/Frequenz“ ersetzt, womit sich beispielsweise Schrödingers Gleichung für freie Partikel leichter lösen lässt.

 

Joseph-Fourier-Award von Atos zur Forschungsförderung

 

Atos hat in Partnerschaft mit der französischen Institution GENCI (Grand Equipement National de Calcul Intensif) die siebte Runde des Atos Joseph Fourier-Wettbewerbs zu Ehren dieses großen französischen Mathematikers eröffnet; so können auch wir die großen Wissenschaftler unserer Vergangenheit, aber auch die der Zukunft würdigen.  

Wir alle, ganz besonders die Technologieindustrie, haben die Möglichkeit und die Verantwortung, nach Talenten und Entdeckungen zu suchen und sie zu fördern.

Unser Ziel dabei ist es, einigen hervorragenden Wissenschaftlern die Möglichkeit zu geben, ihre Forschungsarbeiten auf den Gebieten Numerische Simulation, Künstliche Intelligenz und Quantencomputer voranzutreiben, wichtige Themenbereiche mit Auswirkungen auf zukünftige Generationen: Als Preis winkt den Siegern neben einer Geldprämie von Atos auch Nutzungszeit an den GENCI-Supercomputern.

Schließlich tragen diese Wissenschaftler die Fackel der Entdeckung für uns alle.