Die ganze Welt fieberte mit bei den Olympischen Spielen in Rio beim „Triple-Triple“ von Usain Bolt, dem Sieg des Rekordmedaillengewinners Michael Phelps und von Teddy Riner. Hinter den Kulissen wurden allerdings auch noch weitere herausragende Leistungen erbracht – nämlich technologische.

Olympia 2016 ist schon allein aufgrund der digitalen Vernetzung ein Meilenstein. Knapp 4,8 Milliarden Zuschauer sahen im Fernsehen oder im Internet einen der 306 Wettkämpfe in insgesamt 42 Disziplinen live oder später als Aufzeichnung. Dank des Internets hat sich die Verteilung der Zuschauerzahlen stark verändert: Insgesamt sahen sich 80 Prozent die Olympischen Spiele im Internet an, insbesondere über Tablets und Smartphones.

„Die Spiele 2016 in Rio sind die bisher am besten digital vernetzten Olympischen Spiele.“

Die Internetnutzer geben sich dabei jedoch nicht einfach nur mit dem Zuschauen zufrieden. Sie möchten gerne in Echtzeit zu allen Ergebnissen und Statistiken Zugang haben, um sich über die sozialen Medien darüber auszutauschen – und tragen dadurch direkt zu einer Datenexplosion bei.

Jede 200. Millisekunde aktualisierte Ergebnisse von allen Wettkämpfen der Olympischen Spiele weltweit auszustrahlen, vom Bogenschießen über Rudern bis hin zum Kunstturnen, stellt eine besondere technische und technologische Herausforderung dar. Die 3.500 Mitarbeiter des Rio 2016-Teams von Atos haben dies mit Bravour gemeistert.

Atos  spielte eine bedeutende Rolle im Hintergrund während der Olympischen Spiele und lieferte mit technologischen Innovationen wie der Cloud, IT-Sicherheit und dem Management von wachsenden Datenmengen ein einmaliges Benutzererlebnis für alle Olympiafans weltweit.

  „Ein Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern im Dienste von 5 Milliarden Kunden“

Diese Leistung ist umso erstaunlicher, da sie nur für eine kurze Dauer vorgesehen war. Die Bereitstellung einer IT-Infrastruktur mit einer solchen Komplexität kann Jahre in Anspruch nehmen – und das für die vergleichsweise kurze Dauer der Olympischen und Paralympischen Spiele von insgesamt gerade einmal einen Monat. Dies entspricht also einem Unternehmen mit 200.000 Mitarbeitern (dies ist die Gesamtzahl aller Athleten, Medienvertreter und freiwilligen Helfer), das 5 Milliarden Kunden bedient!

Aller Augen waren auf die Stoppuhren und Anzeigetafeln gerichtet. Nun möchte ich gerne einige andere Zahlen vorstellen:

  • 1 – Erstmals wurden bei den Olympischen Sommerspielen kritische Anwendungen in der Cloud bereitgestellt, wie beispielsweise das Portal für freiwillige Helfer oder die Akkreditierungssysteme. Die Akkreditierungen gewähren Zugang zu den Sportstätten (vergleichbar mit einem Visum für die Einreise in ein Land) und standen auf unserer Prioritätenliste für die Sicherheit ganz oben. Die Verwendung der Cloud reduzierte übrigens die Kosten und verbesserte die Datenanalyse in Echtzeit. Gleichzeitig wurde so der Bedarf an dauerhafter Infrastrukturentwicklung reduziert, da die Errichtung und der Transport von gewaltiger Infrastruktur und damit einhergehender Verbrauch an Energie und Wasser reduziert werden konnte.
  • 2 – Die Anzahl der neu hinzugekommenen Disziplinen, nämlich Golf und 7er-Rugby. Allein Golf sorgte für mehr Datenergebnisse als alle anderen Sportarten zusammen.
  • 400 – Dabei handelt es sich um die Anzahl aller IT-Ereignisse pro Sekunde, die wir in Echtzeit verwalten mussten, insbesondere bei der IT-Sicherheit. Diese Zahl hat sich seit den Spielen in London verdoppelt.
  • 300 000 – Dies ist die Anzahl der Akkreditierungen mit sensiblen Daten, die wir verwaltet und aktiviert haben.
  • Über 100 Millionen – Die Anzahl der Mitteilungen, die zur Bekanntgabe der Ergebnisse und anderer Daten der 42 olympischen Disziplinen und 306 Wettkämpfe weltweit in Echtzeit an alle Medienkanäle gesendet wurden.
  • 4,8 Milliarden – Dabei handelt es sich um die Gesamtanzahl der Zuschauer via Fernsehen und Internet, die sich mindestens ein Ereignis der Olympischen Spiele angesehen haben.

    „Ein digitaler Wandel, der sich unablässig erneuert und verstärkt“

Ebenso wie die Athleten, die direkt nach Erhalt ihrer Medaillen bereits ins nächste Trainingslager fuhren, bleiben auch die Teams von Atos einsatzbereit und bereiten sich auf anstehende Aufgaben vor: Etwa die Paralympischen Spiele, die bis zum 18. Septemberdauern.Auch diese Spiele versprechen aufregende und emotionale Momente.

Dann stehen bereits die Spiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang und 2020 die Spiele in Tokio an. Dabei wird es sich, nach diesen Sommerspielen, um die ersten Olympischen Winterspiele handeln, die insgesamt „as a Service“ und über die Cloud bereitgestellt werden – eine neue technologische Meisterleistung für einen digitalen Wandel, der sich unablässig erneuert und verstärkt. Der Countdown hat bereits begonnen.